Nina Loose M.A.

geb. 1986

 

Mitglied im Verband deutschsprachiger Übersetzer (VdÜ)

Mitglied im Verband Deutscher Kunsthistoriker

 

2016 – 2017  „Freie Lektorin/Freier Lektor ADM“ – Zertifikatsprogramm der Akademie der Deutschen Medien

Seit 2014  Freie Übersetzerin

Seit 2013  Interdisziplinäres Promotionsprojekt „Portrait à la mode – Das weibliche Figurenbild der École de Paris im Spiegel seiner Entstehungszeit“

2012 – 2013  Freie Redakteurin für das Portal Kunstgeschichte, Weimar und das Medienbüro Mendack, Düsseldorf

Seit 2011  Kontinuierliche wissenschaftliche und sprachliche Weiterbildung durch Workshops und Forschungsreisen ins französischsprachige Ausland

2006 – 2012  Studium der Kunstgeschichte und Romanistik (Französisch) an der HHU Düsseldorf mit dem Abschluss Master of Arts (1,0)

 

Nina Loose - Kunsthistorikerin und Übersetzerin ; Übersetzungen von Kunst- und Kreativbüchern

Geboren und aufgewachsen in der Lüneburger Heide, siedelte ich nach dem Abitur „ins Rheinische“, nämlich in die Landeshauptstadt Düsseldorf, um. Mag sein, dass mich schon damals die geografische wie geistige Nähe zu Frankreich lockte – die rheinländische Kunstlandschaft tat es in jedem Fall.

Nach einem praktischen Jahr in einem Fotoatelier begann ich schließlich an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität Kunstgeschichte und Romanistik (Französisch) zu studieren. Begleitet wurde dieses Studium durch regelmäßige „Außenübungen“ jenseits des Hörsaals: Besuche sowie Praktika in Museen des Rheinlands und darüber hinaus, Exkursionen mit dem Institut für Kunstgeschichte, die immer wieder auch nach Paris führten. So durfte ich einerseits den hiesigen Museumsbetrieb miterleben und bei Sonderausstellungen assistieren – meine Wahl fiel dabei naturgemäß auf Projekte mit Frankreichbezug wie „Bilder einer Metropole. Die Impressionisten in Paris“ (Museum Folkwang, 2010) – und konnte mir andererseits peu à peu die Kunstszene der französischen Hauptstadt „erarbeiten“.

Damit fuhr ich auch gegen Ende des Masterstudiums fort, als ich mich schließlich länger in Paris niederließ, um dort in Eigenarbeit über die Künstlerin Marie Laurencin (1883–1956) zu recherchieren. Das nötige Rüstzeug dazu lieferten, in sprachlicher Hinsicht, ein Fachseminar am Deutschen Institut für Kunstgeschichte in Paris sowie, in praktischer Hinsicht, ein Forschungsstipendium meiner Heimatuni. In Paris selbst – vor den Gemälden des Musée de l’Orangerie, an den Pulten der Bibliothèque des Arts Décoratifs, unter dem Kuppeldach der Salle Labrouste und in der schieren Weite der Bibliothèque Nationale – packte mich der Forschungsdrang. Deshalb setzte ich, auch nachdem meine Masterarbeit über „Die Rezeption Marie Laurencins in der Kunstgeschichte“ längst abgeschlossen, eingereicht und bewertet war, die Spurensuche in situ fort.

Wieder verzog ich mich, nun im Rahmen eines Dissertationsprojektes zur École de Paris, monatelang in die Pariser Archive, Bibliotheken und Museen. Stapelweise studierte, übersetzte und selektierte ich dort zeitgenössisches Material. Um auch die Meinung heutiger Kunstexperten zu berücksichtigen, suchte ich das Gespräch mit Pariser Sammlern, Galeristen und Händlern. „Portrait à la mode – das weibliche Figurenbild der École de Paris im Spiegel seiner Entstehungszeit“, so der Titel meiner kunst- und kulturwissenschaftlichen Studie, die – inzwischen leicht ungeduldig – ihrer Vollendung harrt.

Während dieser „Pariser Jahre“ machte ich mich außerdem als Autorin und Übersetzerin selbstständig, arbeitete für Kunst- und Stadtmagazine sowie als freie Redakteurin für das Portal Kunstgeschichte. Eine prägende Erfahrung auf diesem Weg war meine Mitwirkung an der Ausstellung und dem Katalog „Sehnsucht nach Farbe – Moreau, Matisse & Co.“ (Clemens-Sels-Museum, Neuss 2012). Mir dämmerte damals: Mit Texten zu arbeiten, mit Sprache(n) umzugehen – das ist mir mindestens ebenso wichtig wie die Kunsthistorik. Und so blieb ich beim freien Übersetzen, das mir seither die Chance bietet, beides auf ideale Weise miteinander zu kombinieren.